X. Preißschriften. 419
gen stimmt Männlichem Muth, im Andenken seinerabwesenden Braut alles zu unternehmen. Lange vorMahoMcd waren sie Dichter; als dieser ihnen aberseine poetische Religion, und sein Meisterstückvon Dichtkunst, wb er alle Dichter zum WettkampfVvrries, den Ko kan eben aus poetischer Kraft, undim dichterischen Glauben aufgeschwatzt hatte, wirkteer dadurch in ihre Sitten, wie in ihre Dicht-kunst. Der Glaube an Gott und seine Pro-pheten, die Ergebung in seinen Willen, dieErwartung des Gerichts und das Erbarmengegen die ArMe ward ihr Gepräge. Als sie vdn denGriechen alles anNahmeN, nahmen sie die Mytho-logie und den Geist griechischer Dichtkunst nichtan; sie blieben ihrer Poesie treu, wie ihrer Reli-gion Und Sitten; ja durch jene haben sich dieseeben auch so lange unverändert Und UNverrückk Mhalten.
Als Araber einen 2 Heil EuropcNs überschwemm-ten und Jahrhunderte darin wohnten , konnten sieNicht anders als Spuren, wie ihrer Dichtkunst, soauch ihrer Wissenschaften uNd Sitten lassen. Durchjene, die Dichtkunst, haben sie vielleicht so Viel ge-wirkt, als durch diese, die Wissenschaften, die wirfast alle aus ihren Händen empfingen; uNd die Sit-ten sind ein Gefolge von Heyden. Es kam ein Ge-schmack*) des Wunderbaren, des Abentheuer-
*) S, hierüber viel nwrkwürdigeKlu^Vjisrloiis bist,vt rbs kiiiglisli der ersten prvliirlin, Üisseib,
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