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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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410
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^rc> X. Preißschriften.

dete sie Männer, die am Umfang von Talen-ten kaum anderswo ihres Gleichen hatten. EinRömer, der Held und Redner, Geschichtschreiber,und Liebhaber der Dichtkunst war, ist ohne Zweifelein anderes Geschöpf, als ein Barbar unserer Tagemit Stiefeln und Schwert. Da wurden edle Sci-p io n e n, ein G er ma n i k u s, ein Titus; undauch dem Hadrian und seines Gleichen schadetewenigstens ihre Liebhaberei, nicht. Ueberhaupt sinddie edlen und sittlichen Blumen, auch der rö-mischen Sprache, unverwelklich: selbst in den dun-kelsten Zeiten haben Virgils Georgien, Hora-zens Sermonen, Bocthius Tröstungen der Phi-losophie zu wirken nicht aufgehört, und nebst Bil-dung des Geschmackes und der Sprache auch inSitten wohl ihr Gutes geleistet. Uebrigens wollenwir lieber den feinen Geschmack der Priapecn,einiger katullischen, Hora zischen und mar-tialischen Gedichte entbehren, als daß wir unsdie Sitten wünschen, oder liebhabcrisch nach er-künsteln sollten. Die deutsche Uebersetzung Pe-trons wird also Stellen, Noten und dem Geistedes Buchs nach, trotz ihrer Kunst, ein Fleck unse-rer Sprache bleiben.