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Die männliche Beredsamkeit und Rechtskraft derRömer vertrat die Stelle der Dichtkunst: des Me-li enius Agrippa Fabel, dadurch er das entwi-chene Volk wieder nach Rom brachte, war mehrwerth, als zehn blöde Trauerspiele nach Mustern derGriechen.
Auch was auf einzelne edle Römer dieDichtkunst wirkte, war mehr Zierde als Nothdurst,mehr Kran; auf ihren Helm als Brustharnisch. DieScipionen waren Ennius Freunde, und selbst Dich-ter, sie dichteten aber nicht, sondern redeten im Se-nat, ordneten im Heer, schlugen. Als später dieRitter selbst Schauspiele machen durften, wissen wir,welche bittere Verse cs den La der ins kostete, alsCäsar ihn sein Stück selbst zu agiren zwang: erhiclt's für den größten Schimpf seines Alters, unddie Ritter nahmen ihn mit Mühe auf ihren Sitzwieder. August und Mäcenas wurden durchdie treffliche und zum Thcil so yltrömische Poesieihrer Dichter weder sittlicher noch stärker:Mäcenas kranke Wollust trug vielleicht mit zu sei-nem Ruhm in der Dichtungsgeschichte bey. Erkonnte nicht schlafen, und ließ sich also Verse vor-lesen , und ward darüber der unsterbliche Mä-cenas.
Wo indessen auch in einzelnen Charakte-ren die Wirkung der Dichtkunst anschlug, da bil-