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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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404
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X. P r e i ß sc h r i steil.

ser, der erste ei g e n t lic h e D i c h t e r der R ö-mer, der ihre Unternehmungen iii seinen Jabrbü»ehern schrieb, und auch zu seinen Trauerspielen dieGeschichte dieses Volks wählte. Mit Ruhmheißt er also Vater der römischen Dichtkunst:noch zu Gellius Zeiten wurden seine Jahrbücherauf dem Schauplatze zu Pozzuoli vor dem ganzenVolke vorgelesen, und seine Bildsäule stand nebenden bcydcn Scipionen auf ihrem Grabe.

Ungeachtet der Menge Schauspiele dieser Dichterhat die Bühne Roms nie Wirkung aufs Volk ge-habt, die eine Bühne haben soll oder die solche beyden Griechen halte. Qu in tili an bekennet , daßdas römische Trauerspiel dem Lustspiele vergehe, weilzu diesem der römischen Sprache und den römischenSitten Feinheit fehle. Das Trauerspiel selbst, wennes nicht römische Geschichte war und alssolche reizte, beschäftigte wenig. Mitten in ihrerVorstellung forderte das Volk *) Thier- und Gladia-torengefechte und die Ritter wünschten Triumphe vonKönigen, überwundnen Völkern und erbeuteten Schäz-zen zu sehen Mit einem Getöse und Händeklatschen,daß man von den Schauspielern kein Wort verneh-men konnte. Was sich daher auch am längsten erhielt,waren die m imi sc hen Spi ele. Die Römer lieb-ten sie sehr, und was auch Cicero von seinem Rosciusprahle, so war er vielleicht mehr mimischerSpie-ler, als Schauspieler, wie wir das Wort nehmen.

*) Horst. I.. 17. klx. I. Lu§ust» Ei» trefflicherBrief über die römische Dichtkunst, wie sie Hora;ansah.