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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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403
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X. P r ei ßschr i ft e n.

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wenn ich die ersten rohen Spiele der römischen Jugendausnehme, die wohl nichts als EaukUeyen, Possenund Erholungen von der Art gewesen scyn mögen,wie alle rohe Nationen sie als Zeitvertreib in denZwischenzeiten muffiger Ruhe haben und haben müs-sen; so verwandelte sich diese Satyre bald ins rö-misch ckfSchauspiel, das am glücklichsten die Ge-schichte ihrer Vorfahren dargestellt habensoll. An einem andern blos Künstlichen, Erborgten,Fremden konnten sie lange nicht Geschmack finden,Und hatten eigentlich gar keinen Begriff, was dieschöne, feine Dichtkunst für ein rühmliches AmtiM Staate sey, Lange waren ihre SchauspielerKnechte, und ihre Dichter überwundene, muffigeGriechen aus den Provinzen *).

Im sechsten Jahrhunderte Noms kam, nach derEroberung Siciliens, Livius Andronikus nachRom, Nävius, Plautus, Ennius, Tercnzfolgten. Entweder bildeten diese den Griechen nachund dann hatten sie wenigstens die Wirkung, Spra-che und Sitten auf dem Schauplatze zu ver-feinern ; oder sie bequemten sich nach dem römischenGeiste, und da waren wohl P lau tu s und En-nius die Ersten. Jener durch seinen reichen Witzund so treue Gemahlde der niedrigen Stande; die-

*) Casanbons Abhandl. über die Satyre, undDaciers lVlemoir, ll'. II, der elcnU» lies InsaripNenthalten die gesammelten Stellen hierüber, dochhat der letzte seine Hypothese. S. auch Jage-mann s G e s c h. der Wissensch. in Ita-lien u. a.

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