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Drittes Kapitel.
Wirkung der Dichtkunst bey den Re-in e r n.
Mit den Römern hatte es andere Bcwandniß.Sie waren nicht, wie die Griechen, unter dem Schalleder Leyer gebildet, sondern durch Einrichtung,Gesetz, politische Religionsgebräu-che, eherne Römer. Als die Dichtkunst der Grie,chen zu ihnen kam, halten sie ihre Arbeit fast vol-lendet.
In den ersten Zeiten, da Rom in Armuth,im Kampfe und immerwahrendem Drange der Nothwar und wie Horazens
Ouris — Ilex ionsn lripennikriz
unter harten Stürmen erwuchs, waren sie zu be-schäftigt und zu roh, als daß sie dichten und Ge-dichte empfangen konnten. Die Musik bey ihrenOpfern, die rohen Verse ihrer salischen Priester,und die frühen Gesänge von den Thaten ihrer Vor-fahren bey Gastmälern*) waren die einzige Poesie der
*) Knrnerornm vis sptinr est iii eüvininibus etcsntibns, non neglects s Kinns, koinpilio,rsZe «lvotissinio , insjoribnsgue nostris, ntopulsrnin soleinniurn 6Zes et tibise tslio-ruin^ne versus inäiesnt. I'nll. III. cle ors-tor. — Lst in originibns, solitos esse in epu-
HerdersW. Lit, u,Kunst,IX. Ec Llun,entere.