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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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P reißsehr ifle n.

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Drittes Kapitel.

Wirkung der Dichtkunst bey den Re-in e r n.

Mit den Römern hatte es andere Bcwandniß.Sie waren nicht, wie die Griechen, unter dem Schalleder Leyer gebildet, sondern durch Einrichtung,Gesetz, politische Religionsgebräu-che, eherne Römer. Als die Dichtkunst der Grie,chen zu ihnen kam, halten sie ihre Arbeit fast vol-lendet.

In den ersten Zeiten, da Rom in Armuth,im Kampfe und immerwahrendem Drange der Nothwar und wie Horazens

Ouris Ilex ionsn lripennikriz

unter harten Stürmen erwuchs, waren sie zu be-schäftigt und zu roh, als daß sie dichten und Ge-dichte empfangen konnten. Die Musik bey ihrenOpfern, die rohen Verse ihrer salischen Priester,und die frühen Gesänge von den Thaten ihrer Vor-fahren bey Gastmälern*) waren die einzige Poesie der

*) Knrnerornm vis sptinr est iii eüvininibus etcsntibns, non neglects s Kinns, koinpilio,rsZe «lvotissinio , insjoribnsgue nostris, ntopulsrnin soleinniurn 6Zes et tibise tslio-ruin^ne versus inäiesnt. I'nll. III. cle ors-tor. Lst in originibns, solitos esse in epu-

HerdersW. Lit, u,Kunst,IX. Ec Llun,entere.