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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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gno X. Preißschriften.

singen. Die Alcibiadeß unseres Volkes werdenmeistens Gecken, so wie die große Schaar jungerAnakceontcn elende Tändler. Und wenn sie nuch nichtdie Sitten verderben, (wozu meistens ihre Musezu schwach und arm ist:) so helfen sie doch den Sit-ten eben nicht auf, denn wahrlich durch siewerden wir auch im guten, im ganzen seinen Ge-fühle jener Stücke, in der unschuldigen Wollust, diesie für Griechenland hauchen, nicht Griechen wer-den. Alles dies abgerechnet oder geschah^, wieman will, wird die griechische Dichtkunst ewig eineschöne Blüthe der Sittlichkeit menschlicher Ju-gend bleiben. Die schöne Natur, die schöne Mensch-heit, Lust und Freude zu leben, die Freiheit kleinerStaaten in einem schönen Himmelsstriche, die leich-teste Wissenschaft, Kunst und Weisheit wird nie an-genehmer gesungen werden, als sie die Griechen besun-^gen haben, auch haben die Stobali große Schatzevon Moral aus ihren Dichtern gesammelt, die Keyden edelsten der Nation in ihren besten Zeiten durchstille Thaten, besser sprach, als je ein Dich-ter sie besingen konnte. Der Verfasser fühlt's leb-haft , was diesem ganzen Kapitel von den Griechennoch fehle; für diesmal, und für diesen engen Raummuß cs genug seyn. Klodius Versuche überdie Literatur und Moral der Griechen,die fast dieselbe Materie abhandeln, sind, ohne mich,bekannt genug.

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