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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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392 X. Pr ei ßschr i ften.

te'Sd i en ktl i ch e n Chören und Gebräuchen entstun-den. Pluto mit aller seiner Peeiskeit ist in jederdunkeln verwickelten Frage von Dichterlvrüchen undSagen der ulten Zeit voll*): die ihm das verargen,lhun sehr Unrecht, denn ohne sie wäre nie einPluto worden. Aus Dichtern der Vorwelt Hutsich also, nach Geschichte und Tradition, bcy denGriechen ihre ganze Verfassung und Weisheit er-zeuget.

Und zwar geschahen die größten Wirkungen derDichtkunst, da sie noch lebendige Sage war,da noch keine Buchstaben, viclweniger geschriebene ^Regeln da waren. Der Dichter sah, was er sang,ober hat's lebendig vernommen, trug's lange mit sichim Herzen, als sein SchooSkind, umher, nun öffneteer den Mund und sprach Wunder und Wahrheit.Der Kreis um ihn staunte, horchte, lernte, sang,vergaß die Göttersprüche nie: sie waren ihm mit

Nageln des Gesanges in die Seele geheftet.Kam's nun noch dazu, daß der Dichter höhereAbsicht batte, daß er wirklich ein Bote der Göt-ter, ein Mann für sein Volk und Vaterland,ein heiliger Stifter des Guten auf Geschlechterhinab war, und diesen Schatz, und diesen Drangin sich fühlte; wie Pfeile flogen die Töne aus seinemgoldenen Köcher ins Herz der Menschen. Die grie-chische Musik, Töne, unter griechischem Himmel denSaiten entlockt, nabmen ihn auf ihre Flügel: MtUsen und Grazien halfen den Gesang vollenden.

) S. Timäus, Phaben u, ff.