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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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391
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X. P r e i ß sc h r i ft e n.

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Auch später, wo die Namen aufhören und wahreGedichte da sind, blickt noch dieftr heilige sitt-liche Gebrauch der alten Dichtkunst durch. Nurvon Hnmncn und Kriegen der Götter kam man auf'sLob und auf Kriege der Menschen: die ältesten Aoi-den waren heilige -Personen, jener bey der Klytem-nestra der mächtige unbezwingbare Wächter ihrer Lu-gend.Die Fürsten, sagt Hesiod, (noch von deralten Sitte*) die Fürsten kommen vom Jupiter;die Sänger von den Musen und dem Apoll. Glück-lich ist der Mann, den die Musen lieben: seine Lip-pen fließen über von sanften und süßen Tönen. Istjemand, der in seiner Seele einen geheimen nagen-den Kummer fühlt; der Sänger, ein Diener derMusen, hebet nur an das Lob der Götter und altenHelden, sogleich vergißt er seinen Kummer und fühltsein Leid nicht mehr. Seyd mir gegrüßt, JupitersTöchter! begeistert mich mit eurem mächtigen Ge-sänge." So sähe Hesiod die Dichtkunst an, undwie sie der Sänger fürs Vaterland, der wackre Tyr-taus, wie sic der Sänger für Griechenland, Pin-dar, brauchte, wie sie die alten Pythagoräerund Gnomo logen anwandten, liegt noch m Ue-berblcibseln zu Lage. Sowohl Trauerspiele**)als die meisten lyrischen Gattungen sind aus got-

Horiocl. tlwoZ. v. 88 104.

*') S. von diesem und andern; A r i st ot e l e s Dicht-kunst, Vossius, Skat i g e r und die unterallen Nationen Europens darüber kommentirt ha-ben; bey zu bekannte» oder zu viel fassende»Sachen unterlassen wir Citationen.