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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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390
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X. Prcißschriften,

die Erfinder der schönsten Sachen und Gebräuchezur Sittlichkeit des Lebens waren Dichter*).

Ich mag die Fabeln von Orpheus, Am-phion, Linus, Thal es und alle den 70 Dich-,ternamen vor Homer, die sich meistens wie Sviel-zeug einer in den andern und zuletzt die meisten inein Bild, eine Allegorie stecken lassen ichmag sie hier so wenig wiederholen, als einzeln deu-ten. Genug, Hymnen der Götter, Geheim-nisse, Kosmogonie, die alten Geschichtender Urwelt, Gesetze, Sitten, meistens auch inBildern, in Sagen, war ihr Gesang, ihre Lehre undWeisheit. Bev den meisten siehc man offenbar, wo-her sie gekommen, von welchen Geschichten sie dergebrochene Nachhall find, und Bako nennt die äl-teste griechische Dichtkunst mit Recht einen Jüngling,der mit morgenländischem Winde zum Zeitvertreibeauf einer griechischen Flöte pfeift. Hier ists nurunsre Sache, den Eindruck zu bemerken, den,nach den eignen Mährchen der Griechen selbst, diesalles auf sie gemacht bat. Von diesen alten Kos-mogonien, Hymnen, Geheimnissen, Fabeln rechnensie selbst ihre politische und m 0 ra l i sc h e S i tt-lichkeit her: noch nach Jahrhunderten waren dieNamen Linus, Orpheus, Musäus, Thalesund wie sie weiter heißen, als Wohlthater derWeisheit und als Vater ihres Ruhms heilig.

k'kttir. Libl. lll,. I. Browns Betrachtun-gen über Poes, und Mus, Abschn, V, Vos?« äsposi. Or. ets.