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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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389
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X. P re i s sc h r i ftcn. 33g

alle Dichter rühmen, oder in Lügen forme!» und inFormeln lügen, das war hier Wahrheit: Einge-bung der heilige O.uell ihrer Dichtkunst und dieAbsicht ihrer Wirkung nichts Unreiners und Gerin-gers, als Sitten, das ganze Herz des Volkesim innigsten Verstände. Es sollte ein Priester-thum Gottes, ein königliches Volk seyn; nichts an-ders und zu nichts andern, war die Dichtkunst. Sieist also in allem, was sie war und nicht war, wassic erreichen sollte und nicht erreicht hat, das merk-würdigste , lehrendste Muster:wie Dichtkunst aufSitten eines Volkes wirken sollte, undwas sic oft nicht wirke!"

Zweytes Kapitel.

WirkungderDichtkunst bey denGriechen.

Auch hier war die Poesie im Anfänge göttlich,die Bilderin der Sitten der Menschenund Völker. Die ältesten Sagen und MahrchenGriechenlandes schreiben's ihr zu, daß sie die Wil-den gebändigt, Gesetze gegeben, sie den Menscheneingeflößet und unvermerkt in Gang gebracht habe.Die ältesten Gesetzgeber, Richter der Geheimnisseund innigsten Gottesdienste, ja endlich der Sage nach