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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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X. Prcißschriften.

tur zu ihm sprach und durch alle Begebenheiten sei-ner Geschichte: so wollte auch der Geist ihrer Dicht-kunst zu ihnen sprechen, ans Herz, für Sinne undden ganzen Menschen. In Bildern konnte gesagtwerden, was sich durch mutternackte Abstraktionennimmer oder äußerst matt und elend sagen läßt. DieSprache der Leidenschaft und der Gesichte konnte un-sichtbare oder zukünftige Welten umfassen, Dinge zurAufmunterung, zum Trost darstellen, die erst einespäte Folgezeit entwickelte , ohne daß durch eine zulichte Vorspiegelung eben die Erfüllung des Gcweis-sagten verhindert wurde. Es waren Träume desReichs Gottes, der geistigen und festen Zukunft,in Nebel gehüllt, aber eben in einen erquickenden,gesunden, Himmclschau triefenden Nebel. Ge-sänge dieser Art sollten den Menschen treffen mitHerz, Muth und Sinn; nicht einen leeren Kopfvoll Spinnweb der Abstraktionen oder ein philosophi-sches Schattenantlitz. Die himmlische Leycr mußtealso Saiten haben für jeden in uns schlafendenTon, für jede fühlbare Taste unsres Herzens.Ueberdies, wer fühlt nicht, daß in diesem Engenund Eignen des Volkes und der Menschengat-tung, die beste Wirkung ihrer Poesie ruhe*)?Daß der Geist derselben so geheim und zuthätig zuihnen sprach, um alle ihre Gegenstände des Heilig-thums , der Natur, des häuslichen Lebens liebreichund vertraulich umhergieng und eben daraus Seilefür ihr Herz wand, Bilder in ihrem Thalc schuf für

) S. davon manches in Loivth. cke xoesi sncr.Usbr. insonderheit krnel. VIII, IX.