Pceißschriften.
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gen, von welchen ihnen Hülfe kommen würde, em-por. Das Volk blieb immer Volk Gottes auch imfremden Lande: an den Flüssen Babels sitzen sie undweinen, wenn sie an Zion dachten*): ihre Harfenhangen an den Weiden verstummt und traurig „wiesollten wir des Herrn Lied singen im fremden Lande?"Unter Weissagung kamen sie zurück, und unter trau-rigen Gefangen der Gegenwart, aber großen Gesich-ten der Zukunft stiegen die Mauren Jerusalems unddes Tempels wieder hervor. Die Stimme des Gei-stes ertönte durch ihre Sänger und Patrioten fort,bis sie wieder ein Volk waren, und auch späterin elenden kümmerlichen Zeiten kam immer ein Tondes Trostes, ein Hall der Freude zur rechten Zeit.
Glücklich, wenn diese göttliche Dichtkunst jedes-mal die Wirkung ganz gethan hätte, die sie thuitsollte und dazu der Keim in ihr lag! Daß sie im-mer ein Brand gewesen wäre, der Herzen durch-glühte, und ein Hammer, der Felsen zerschlug! Aberfceylich wars auch ihr Schicksal „höret's und «erste»het's nicht! sehet's und Merkel's nicht**)!" Da eShier nicht darauf ankam, zu loben, zu bewundern,oder die Ohren sich kitzeln zu lassen; sondern zuthun, zu folgen, zu gehorchen, Sitten undNeigungen zu ändern und-in einem andern Geistezu leben; so war das frevlich eine zu hohe Forde-rung, eine zu schwere Last der Dichtkunst. Manfürchtete den Propheten, oder haßte und verfolgte ihn.
*) Ps. -37-
**) Zes. 6.