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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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X. Preißs christen.

rung, daß alles eitel sey, was sich nicht auf dieFurcht Jehovahs gründe. Weder ihn, nochsein Volk konnte die glanzende oder zarte Dichtkunstglücklich machen; Israel seufzte nach einem Könige,der kein Poet sei).

Das Reich zerfiel und nun gehen hie und daGesandte Gottes ans Volk, Propheten; Sängerumher: aus der Königsstadt oder aus der Wüste,

von Bergen schallt ihre Stimme, die Stimme Got-tes an sein Land und seine verlaufenen Söhne. Werkann noch jetzt sie lesen und wird nicht warm! stolz,oder bange um seinen Gott, den Gott Israels,um seine Worte und Vcrheissung! Vom GeisteGottes sind voll, die da sprachen: nicht ihre, son-dern Gottes Sache, Gottes Wort war's, was siesprachen: es ängstigte oder entzückte sie, was siesahen und hörten, und da Mußten sie singen. Je-saias und Habakuk, Hosea und Micha,Amos und Jeremia. Brand zu singen fühltensie in sich, und Glut sind ihre Gesänge! Das LandNM sie ist Gottes Land, Schauplatz der ThatmGottes in die tiefste Ferne: das Volk um sie istGottes Volk in Fluch und Segen, in Lohn und destoharter» Strafen: da stehen sie und arbeiten, und

schildern und bilden vor. Ihre Stimme will denSturz abwendcn, aber vergebens! Der Fall kömmt,und nun wird ihre Harfe voll rührender Klage,Trost und Hoffnung. Auch in der Ferne halten sieden Blick deszerstreut'en Volkes auf ihr8 and geheftet, richten ihn immer zu den Bek-