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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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X. P r e i ßschri ft en.

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der Geist Moses erweckt hatte. Er lebet noch.Wir hören ihn um Abner, um Zonathan klagen *),und weinen mit ihm: wir hören ihn frohlocken-; undfrohlocken mit ihm: der Geist, der um seine Harfeschwebte, hat große Wirkung gethan auf der Erdeund wird sic thun, wenn vielleicht die Poesie andrerNationen ein Traum ist.

Wie die Regierung Salomo's war, warauch seine Dichtkunst, ein redender Beweis, wieSitten auf Gedichte, und Gedichte aufSitte» wirken. Fein, glanzend, berühmt, scharf-sinnig, wollüstig, wie sie; so sang und regierte er.Die Königin eines fremden Volkes kam, ihn mitRathseln und Dichtkunst zu versuchen **) und wardüberwunden: er war so reich an Lieder», als an Goldund Pracht und Weisheit ***): seine Sprüche sindei» Köcher voll Pfeile des schärfsten Sinnes undWitzes, ihr Flug ist befiedert, und sie treffen das Herzseine Lieder der Liebe sind die zartesten geheimniß-vollen Morgenrosen, die im Thale der Freuden jeeine Königshand brach: sein Hof war glänzend , vollSänger und Dichter, voll Liebhaber und Wetlrifcerseiner königlichen Muse; indessen zeigt sein letztespoetisches Buch ff), wie der AuSgang seiner Regie-

*) 2 Sam. 3 , 33 38 2 Sam. 1, ig27.

**) 1 Kön. 10, 1g. 2 Chroa. 9, ei,

*'*) c Kon. t>, 2g 3 tr-ffi Der Prediger.