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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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schaftsmänner das bloße Spielzeug und Klapperwerkder Musen weg, und ergötzen sich am Verständigen,am Menschlichen in Poesie und Geschichte.Ein Menschenleben, wie es Homer verfolgt, einGlückswechsel, wie ihn Ae sch plus und Sopho-kles schildern, ein Eharakter, wie ihn Tacilusfcsthalt, Begebenheiten und Leidenschaften, wie sieShakespeare in ihren verborgensten Fäden ent-wickelt, Fehler und Albernheiten, wie sie Ar isto-phane s und Lucian, Hudibras, Swiftund Sterne zeichnen, ein schönes Leben, wie Ho-raz und Addison, Montaigne und Fenelones abbilden gewönne man an ihm nicht Men-schenkcnntniß, häusliche und politische Weisheit, wo-her ließe sie sich lernen? Der berühmteste Erobe-rer las den Homer als ein Kriegsbuch; mehr alSEin Staatsmann lernte aus den alten Geschicht-schreibern und Rednern seine beste Geschastsweis,-hcit.

Ueber die nothwendige und nützliche Verbindungder schönen Wissenschaften und Weltweisheit istdie ganze Geschichte Zeuge. So lange und so oftbcyde Freundinnen waren, blüheten beyde; schiedensie sich und haßten einander, so ging Eine und dieAndere zu Grabe. Plato flog wie eine Biene überHomers Blumenbeeten und Aristoteles selbst war ge-wiß kein Musenvcrächter. Als aber in den MittlernZeiten die Scholastiker sich allem Sonn - und Tages-licht entzogen und in ihren gelehrten Klüften barba-rische Worte erfanden und Namenschälle zertheilten,was ist aus ihrer Logik und Metaphysik geworden?Nur da die schönen Künste zurückkehrten, qieng auchden Wissenschaften der Abstraktion ein Licht auf: fix