IX. Der fliegende Wagen rc. 329
Wolken, den Fuß auf der Erde, sprach er wie Wir-belwinde zu Hassan, der auf dem Angesicht vorihm lag: „Elender, dem ich dienen mußte! Ichder Genius der Lüfte. Wo ist der Wagen, an denich gebannt war; in die Elemente ist er zurück ge-kehrt, und du, unwerth des Geschenks, vergaßestihn schändlich. Wohlan! mich hast du dadurch be-freyet, und zum Dank erscheine ich dir, in einemAugenblick, der dein Leben endigen sollte. Nimmdiese Kappe und diesen Ring; die Kappe machtdich unsichtbar; der Ring, wenn du ihn drückst,schafft dir in jeder Gefahr Hülfe. Nur habe ihrerbesser Acht, als des Wagens. Du spielst eine ge-fährliche Rolle, indem du den Namen des Todes-Engels angenommen hast, und hast deine Rolle bis-her schlecht gespielct. Hüte dich vor ihm, und fallenicht in sein Amt. Meine Elemente dienten dei-nem Wagen; aus meiner Hand empfängst dudiese Geschenke. Kein tödtcnder Geist bin ich, son-dern ein belebender Geist. Belebe!" Der Geniusverschwand in die Lüste. Mehr von den Geschenkendes Geistes als von seiner Lehre durchdrungen, erhobsich Hassan, steckte den Ring an, und drückte dieNebelkappe sich auf, freudig. Er versuchte sich indie Straßen; niemand sah ihn. Er kam vor desSultans Pallast, ging durch viele Gemacher; nie-mand bemerkte ihn. Im Zimmer der Prin-zessin saß er nieder; sie sah ihn nicht, bis ec-— die Kappe hinwegschob. „Ey, mein Ge-mahl! sprang sie auf und lief ihm in die Arme, wokommst du her? wo warst du so lange? Bist dunoch unwillig des Wagens wegen? bin ich Unschul-dige noch unter deinem Zorn?" „Denke mir dar-