Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
Entstehung
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

33o IX. Der fliegende Wagen rc.

nn nicht mehr, sprach der vermeynte Israel. DieGeschäfte meines Berufs sind zu vielfach undtraurig. Bon solchen komme ich her; schaffe mirSpeise." Sogleich wurden die Tische bepflanzt mitden köstlichsten der Speisen und Getränke; der En-gel des Todes und trank sich satt und fröhlich.Er wurde gar freundlich.

Desto übleren Verdacht faßten die Veziere, alssie seine plötzliche Rückkunft erfuhren; sic hattenmancherlei) auskundschaftet.Geruhe Eure Herrlich-keit, sprach in der ersten Session des Divans dererste Vezier zum Sultan, der ihnen die frohe Wie-derkunft seines genialischen Schwiegersohnes kundthat, geruhe, erhabner Monarch, ihn nur durchEtwas zu erproben. Was dir gefallt, begehre vonihm; er kann, wenn er der wahre Israel ist, erwird cs dir nicht weigern."

So hatte ich dann, sprach der Sultan (eswar Winter) etwa einen Appetit nach frisch ge-wachSnen Aepfeln."Die werden Eurer Hoheitunendlich wohlthun!" sprach der Leibarzt und eiltezur Prinzessin, ihr den Wunsch ihres Vaters unddes gesammten Divans Bitte zu eröffnen.Nichtsweiter? sprach Israel. Hören ist gehorchen! Sagees deinem Vater im vollen Divan" Als Nac-z ane (so hieß die Prinzessin) freudenvoll dahin eil-te, drückte Israel den Ring, ein Genius trathervor, der Befehl ward gegeben und die Ae-pfel lagen da; eine Menge Aepfel, weiß und gelbund roth, von mancherlei) Art, in jeder Stufe desWachsthums. Das Gemach duftete von Gerü-chen des Paradieses.Weißt du, woher ich sie