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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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326 IX. Der fliegende Wagen rc.

sen:womit, womit hat mein guter Vater diesschreckliche Gericht verdienet?"Er und du könnenes von allen abwenden, sprach der falsche Israel :denn Liebe zu dir zog mich in diesen Pallast. Ver-mahlt dein Vater dich mir förmlich, so bleibst du,so bleiben alle am Leben, und wir genieße» hier imPallast fröhliche Tage. Nächsten Frcytag erscheineich hier um dieselbe Stunde. Rettet euer Leben."Er sprachs und ging zum Fenster, wo auf der Ter-rasse sein Wagen stand. Stolz setzte er sich hinein:Nach Hause", rief er und schlug mit der Gerte.Der Wagen hob sich; die Prinzessin sah ihn auf-fahrcn, höher und höher, bis er nahe der Milch-straße ihrem Auge verschwand. Keinen Augenblickzweifelte sie, daß der Erschienene der Engel des To-des gewesen; kein Schlaf kam ihr mehr in dieAugen, und am Morgen erzählte sie die Ge-schichte.

Sogleich wurden die Veziere versammlet; derSultan, der zuerst alles für einen Traum haltenwollte, trug ihnen die Sache vor:Herr, riefensie einstimmig, setze dein und unser aller Leben nichtin Gefahr; mache Anstalt auf die Zeit, wenn erkommt, und vermähle ihm deine Tochter." DiePrinzessin ward gerufen; aus Liebe zum Vater undweil der Engel ihr seine Neigung zu ihr bekannt,auch nicht so schrecklich erschienen war, als sie ihnsich sonst immer gedacht hatte, ließ sie sich dasOpfer gefallen; alle Anstalten wurden gemacht,und unter den verschiedensten Gemüthsbewegungcnder Theilnchmenden Tag und Stunde erwartet.