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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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IX. Der fliegende Wagen re. 325

Wagens befragt? Du kauftest ihn, ohne sie wissenzu wollen, und ich dürfte sie dir jetzt verschweigen.DaS will ich aber nicht. Nimm diese Gerte, setzedich nach Untergang der Sonne in den Wagen,(denn am Lage har er keine Kraft) berühre ihn mitder Gerte und sprich:Wagen, flieg' auf! Wagen,flieg' auf!" Nenne ihm dann den Ort, wohin duwillst, und du wirst seine Wundcrkraft erfahren."Freudig verließ der Tagelöhner den Künstler, konnteden Untergang der Sonne kaum erwarten, als erschon, die Gerte in der Hand, im Wagen saß, unddie magischen Worte aussprach, ohne selbst noch zuwissen, wohin die Reise gehen sollte'? Plötzlich hobsich der Wagen, höher und höher, fast schon bis zurMilchstraße empor. Zum Garten des Sultanshinunter, sprach er schnell zum Wagen, und derWagen senkte sich sanft nieder.

Auf einer Terrasse vor eimm offenen Fensterblieb er stehen; der Tagelöhner sah und stieg zumFenster hinein; es war das Schlafzimmer der Toch-ter des Sultans, sie schlief Key einer brennendenLampe. Wie war dem Tagelöhner, als er vor ihrstand! und wie war ihr, als sic Augenblicks erwach-te! In der Tracht, worin er erschien, glaubte siceinen Räuber vor sich zu sehen, und bot ihm sogleichalle ihre Kostbarkeiten an, wenn er sich entfernte.Ich bin nicht, für den du mich hältst, sprach derMann mit der Gerte; Israel bin ich, der EngeldcS Todes. Ich komme, deine Seele zu nehmen,und deines Vaters, deiner Mutter, der Veziere, derGenerale, des ganzen HvfcS und Hauses Seelen."Erschrocken siel ihm die schöne Prinzessin zu Füs-