324 IX. Der fliegende Wagen ic.
Macklerlohn und erstand den Wagen für vierzehnDenare, vergaß aber zu fragen, worin die Wunder-krast desselben bestehe, und wie man auf ihm etwasGroßes werde? Froh über seinen Kauf schleppte erihn nach Haufe. Als der Abend kam, und er seineBrodrinden gegessen hatte, feine geliebten Denareaber nicht mehr überzahlen konnte, setzte er sichwehmüthig in den Wagen, schlug sich vor die Stirnund sprach: „Thor, der ich bin! Was soll ich mitdir, unglückliche Maschine, die mir den Schatz mei-nes Lebens geraubt hat? Wer hindert mich, daß ichdich nicht zerschlage, und ins Feuer werfe? da niemandmich lehrt, wie ich in dir was Großes werde? Mor-,gen früh will ich den Ausrufer aufsuchen, und mei-ne Denare zurückfocdern. Weigert er sich, so zieheich ihn vor den Kadi." Zornig ging er zu Bette,und schlief unsanft, bis ihm im Traum ein Geist er-schien und ihm die liebliche Stimme: „Wunderwa-gen, auf dem man was Großes wird" vors Ge-müth brachte. Mit dem ersten Strahl der Morgen-röthe sprang er auf und eilte zum Markte, wo erden Ausrufer sogleich fand.
„Gib mir meine Denare zurück, redete er ihnan, und nimm deinen Wagen; oder sage mir dessenWunderkrafke; wo nicht, so führe ich dich als einenBetrüger zum Richter. " „Die Wunderkrafte weißich selbst nicht, antwortete der Ausrufer, komm aberzu dem, der ihn mir zum Ausbot gegeben hatte,und frage ihn selbst. " Er führte ihn zu einemKünstler, der im Gerücht der Zaubcrey stand, undals ihn der Tagelöhner eben so hart wie den Mack-ler angeredet harre, antwortete ruhig der Künstler,„hast du mich denn schon über die Eigenschaften des