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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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318
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VIII. lieber den Werth

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mein und rührend. Der Ton endlich ist, wie in al-len orientalischen Schriften, ja der Bibel selbst,morgenländisch, d. i. einfach, groß und edel. Undeben diese ungesuchte Aehnlichkeit mit dem Ton derbiblischen Geschichte sollte sic uns, wie mich dünkt,für die Jugend noch mehr empfehlen: denn einmalist diese doch an einen solchen Ton gewöhnt, der sei-ner hohen und edlen Einfalt wegen mächtig auf siewirket. Warum sollte man also nicht fvrtgehcn undihr mehr menschliche Laster, mehr menschliche Tu-genden und Lehren in einer ähnlichen Gestalt zeigen?Ich habe mich also gewundert, warum man diesetreffliche Proben der morgcnländischen menschli-chen Fabel, die hie und da zerstreuet und zumTheil mit manchem Unrath bedeckt liegen, nichtlangst für die Jugend gesammlet und sie ihr nachihrer Weise erzählt habe? Die besten englischenWochenschriften, der Zuschauer, der Abentheurer u.f.haben einige derselben zu ihrem Zweck zu nutzen ge-wußt, und die oben angeführte Erzählung Gellcrtsist aus dem Zuschauer genommen, der sie in we-nigen Reihen sehr einfach vorkrägt. Einigen da-von hat man ein schönes poetisches Gewand gege-ben, unter denen ich nur Abdallah und B al-so ra nennen darf, die in Wielands früherenpoetischen Schriften einen reizenden Platz einneh-men. Das alles aber gilt nur die eine und dieandere Geschichte; die meisten waren unübersetztoder schlecht erzählt, oder standen in Sammlungen,wo man sie, wie der Hahn die Perle, auf-suchte