VH. Das Buch der gerechten Mitte
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Eigne und fremde Schuld.
King-Tsong, König von Tsi, (Er, derden Aufseher seines Licblingspferdes mit eigner Handerstechen wollte, *) als er eines Tages reichlich ge-trunken hatte, warf seinen Königsschmuck bey Seite,setzte sich nachlaßig hin, ergriff ein musikalisch In-strument und fragte, die um ihn waren: ob ein tu-gendhafter König sich nicht auch ein Vergnügen ma-chen dürfe? „Warum nicht?" antworteten sie ins-gcsammt. „Wohlan, sagte King-T?ong, so laßteilig den Wagen anspanncn und Ven-Tse herho-lcn, daß er an unserer Freude Theil nehme."
Sogleich erschien A en-T s e, in Eeremonienklei?dem. „Wir haben es uns bequem gemacht, (sagte derKönig, als Ven-Tse vor ihn trat,) vergessen derGeschäfte und genießen eine fröhliche Stunde. Habees auch so gut wie wir, Ven-Tse, lege ab dein»Kleider." „Vergeben Sie mir, gnädiger Herr,sprach Ven-Tse, das darf ich nicht; cs ist widerunsre Gebrauche. Man nimmt cs für eine Regelan, daß ein Kaiser, der sich selbst vergißt, dasReich nicht lange behalte» könne; dies gilt auch vonKönigen, Fürsten, Dienern des Staats und Haus,
*) Siehe S. 27h..