278 VII. Das Buch der gerechten Mitte
Gerührt wandte sich Kung-Tsee zu seinemHeer junger Schüler, die alle Weise werden woll-ten, und sprach: „lernt an fremdem Unglück."
Er stieg in seinen Wagen, und bald sähe mandie Zahl seiner Schüler um dreyzchn vermindert.Sie entfernten sich still und gingen hin, Menschenzu werden, che sie Weise und ehe sie Gelehrtewurden. Auch der Verzweifelnde ermannte sich undkostete, neuverjüngt, den erquickenden Trank des Le-bens.
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Der Drache und der Strom.
AlsKung-Tsee sich im Reiche derTscheusaufhielt, besuchte er den berühmten Stifter derSekte Tao, den Philosophen La 0 - Kium. Aufeinem Ruhebett empfing ihn dieser und bewegte sichkaum, als Kung-Tsee mit einigen seiner Schü-ler vor ihn trat. „Ich habe von Euch sprechen hö-ren (redete er Kung-Tsee an); man sagt, daßIhr die Maximen der alten Könige, Weisen undGesetzgeber den Menschen unserer Zeit einprägenwollt und Euch deßhalb viel Mühe gebet. NutzloseMühe! Menschen ins Leben zurückzurufen, die nichtmehr sind! Der Weise bekümmert sich um sichselbst und um die Zeit, worin er lebet. Ist dieseihm günstig, so nutzet er sie; wo nicht, so zieheter sich in die Stille, und laßt die Welt gehen, wie