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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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276
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2^6 VII. Das Buch der gerechten Mitte

Baume sitzend, sich selbst entleiben wollte. Er stieghinab vom Wagen und redete ihn freundlich an,Sohn des Unglücks, sprach er, entdecke mir, wasdich quälet; vielleicht kann ich dir Helsen. OhneZweifel erlittest du viel Gram."

Biel Gram, antwortete der Verzweifelndeund sah ihn zuerst stumm an. Deinem Mitleidwill ich ihn erzählen und dann sterben.

Von meiner Jugend an studierte ich; dannwollte ich reisen. Ich reifete, verließ mein väterli-ches Haus, irrcte alle Königreiche zwischen den vierMeeren durch, kam zurück; da starb mein Vater,da starb meine Mutter, für die ich nichts gethanhatte. Erster Gram."

Auf meinen Reisen hatte ich gesucht, Weis-heit zu erlangen, Menschen erkennen zu lernen. Ichglaubte, ich wäre so weit, mich und andre zu füh-ren. Als die Zeit der Trauer vorbey war, reifeteich, bot dem Könige von Tsi meine Dienste an;und er verschmahete sie; er wollte mich sogar nichtanhvren. Awcytcr Gram."

Ich hatte Freunde in meinem Vatcrlandeund in der Fremde; ich glaubte, daß ich mich aufsie verlassen könnte. Verschmäht vom Königewandte ich mich zu ihnen, und fand Key ihnen, stattmitleidiger Freundschaft, Gleichgültigkeit und Ver-achtung. Dritter Gram."

Endlich der grausamste von allen. Ich hatteeinen Sohn, die erste Frucht meiner jugendlichenEhe; und dieser Sohn, statt seine kindliche Pflich-ten gegen mich zu erfüllen, irrt in der Welt um-her, spricht, daß er weder Vater noch Mutterhabe. "