und Exempel der Tage. 275
Darauf ergriff Van-Tse die Lanze, wendetesich zum Verbrecher und sprach:
„Kind des Unglücks! siehe, das sind deine Ver-brechen; höre sie sorgsam. Zuerst bist du Schuldam Tode des Pferdes, dessen Verpflegung dir derKönig aufgctragen hatte. Du mußt also sterben.Fürs andre bist du Schuld, daß der König, meinHerr, wegen des verstorbenen Pferdes sich so ent-rüstet hat, daß er selbst Hand an dich legenwollte. Siehe, das ist ein neues Verbrechen, grös-ser als das vorige. Endlich muß es das ganze Landmit allen umliegenden Gegenden erfahren, daß derKönig, mein Herr, um eines Pferdes willen einenMenschen getödtet hat; dadurch verliert er seinenguten Namen. Siehe, du Unglückssohn, dasist dein größtes Verbrechen; so viel andre DingLziehet es nach sich! Erkennest du es?"
„O laß ihn gehen! rief der König. Um seinet-willen will ich meinen guten Namen nicht ver-lieren. Ihm sey vergeben.
3 .
Der Verzweifelnde.
Als Kung-Tsee (Confucius) in seinerfrohesten Jugend, begleitet von einer Menge jungerLehrlinge, an die Grenzen des Reichs Tsi, wohiner ehrenvoll eingeladen war, gelangte, hörte er dieStimme eines Verzweifelnden, der, unter einem
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