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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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272
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S72 VII. Das Buch der gerechten Mitts

chrt behandelt er die Untern nie unfreundlich; armund niedrig schmeichelt er den Obern nie. Vervoll-kommnend sich selbst, sucht er nie die Schuld seinerUnfälle in andern, und ist nie daher unwillig, nieunzufrieden. Aufwärts klagt er nicht über den Him-mel; drunten beschuldigt er Menschen nicht. ZmEbnen weilt er, erwartend des Himmels Anordnung;indeß der Unverständige Willkühr verlangt und ge-fährliche Wege wählt.

Eonfucius spricht: Dem Schützen gleicht dervollkommene Mann; wenn er nicht traf, sucht erden Fehl in sich; in seinem Gewehr, in seinerKunst, in sich.

Die nach Vollkommenem streben, beginnen ei-nen langen Weg; aber vom Nächsten fangen sie an.Zum Höchsten streben sie hinauf, aber vom Näch-sten. Erkennt der Pöbel das Nächste?

Die Ode singt:

Nicht lieblicher tönt die Harmonie der Laute,

Als der Gattin Sinn, die Eintracht liebt.

Wo Brüder mit einander friedlich wohnen;

Da wächst die Freude des Hauses. SeligesHaus,

Wo Deine Gattin sich an Söhnen und Läch-lern

Und Enkeln erfreut, da sreun sich Baterund Mutter

Harmonisch-glücklich im spatsten Alter noch.

Exemr