S72 VII. Das Buch der gerechten Mitts
chrt behandelt er die Untern nie unfreundlich; armund niedrig schmeichelt er den Obern nie. Vervoll-kommnend sich selbst, sucht er nie die Schuld seinerUnfälle in andern, und ist nie daher unwillig, nieunzufrieden. Aufwärts klagt er nicht über den Him-mel; drunten beschuldigt er Menschen nicht. ZmEbnen weilt er, erwartend des Himmels Anordnung;indeß der Unverständige Willkühr verlangt und ge-fährliche Wege wählt.
Eonfucius spricht: Dem Schützen gleicht dervollkommene Mann; wenn er nicht traf, sucht erden Fehl in sich; in seinem Gewehr, in seinerKunst, in sich.
Die nach Vollkommenem streben, beginnen ei-nen langen Weg; aber vom Nächsten fangen sie an.Zum Höchsten streben sie hinauf, aber vom Näch-sten. Erkennt der Pöbel das Nächste?
Die Ode singt:
Nicht lieblicher tönt die Harmonie der Laute,
Als der Gattin Sinn, die Eintracht liebt.
Wo Brüder mit einander friedlich wohnen;
Da wächst die Freude des Hauses. SeligesHaus,
Wo Deine Gattin sich an Söhnen und Läch-lern
Und Enkeln erfreut, da sreun sich Baterund Mutter
Harmonisch-glücklich im spatsten Alter noch.
Exemr