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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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271
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und Excmpel der Tuge. 27»

Erforsche den Menschen im Menschen; jedeKenntnis, die nicht ans ihm kommt, gehört nicht fürihn. Vom Walde selbst, spricht der Dichter, nahmder Forstmann den Stiel zur Axt, die den Waldfallen sollte; vom Menschen lernt der Weise, wie erMenschen leite und bcßre.

Fragt euer eigen Herz; beurthcilt nach EuchAndre. Die erste Regel der Weisheit ist, andernnie zu thun, was wir nicht wollten, daß sie unsthaten.

Wie weit bin ich noch davon entfernt, sprachKi c u. Ich fordre mehr von meinen Kindern, alsich meinen Eltern thue, mehr von meinen Unterge-benen, als ich meinen Obern leiste; ich erweise mei-nen altern Brüdern nicht, was ich von meinen jun-gem Brüdern erwarte; meine Freunde sind in mei-nem Herzen nicht das, was ich in dem ihrigen zuseyn wünsche. Glücklich ist der, der gerechter undtreuer ist als ich; tausendmal glücklich, de<cs an jedem Lage in Thaten, jeden Augenblick inWort ist! Dessen Worte der Tbat, dessen Thatenden Worten entsprechen, der, wenn ibm diese zuGebot stehen, sie nie aus vollem Munde schüttet,und wenn ihm an jenen etwas fehlet, sich Gewaltanzuthun das Herz hat; ein solcher Mann, steheter nicht fest und sicher?

Der Vollkommene lebt seinem Stande gemäßund wünscht keinen andern. Reich und geehrt, armund verachtet, ein Verbannter, ein Bedrückter wirder seinem Stande gemäß sich würdig betragen, über-all zufrieden mit seinem Schicksal. Reich und ge.