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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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VI. Ucker ein morgcnlandisches Drama. 247

künftigen Ucbersetzungen so gut als abfagt; ich hoffeaber dennoch, daß der Genius seiner Natur widerseinen Willen in ihn zurückkehren, und, wenn ecmehrere Stücke wie Sakonrala findet, sic jenen Ei-fer in ihm neu auswechn werden, der ihn bisherüber die Literatur der Araber, Perser, Indier sowirksam gemacht Kat. Wie? einen Mann von sei-nen Talenten, von seiner vielumfassenden Sprach-sünde , seiner Lust und Liebe zur Erweiterung derWissenschaft und zum Ruhme hätte das Glück da-hjn gestellet, wo Er stehet, und Er könnte, auch bcyandern Rücksichten, seiner edeln Natur entsagen?Das Blatt ist zu Ende. Haban Sie noch mehrereZweifel: so entdecken Sic mir solche unverhvlcn.

Dritter Brief.

Worüber, wie Sie glauben, ich lachen würde,das hatte ich bey der Sakontala selbst gethan; ichhatte sie namlick aus Scherz und im Ernst mitAristoteles Poetik verglichen und zu bemerken ge-sucht, ob Kalidas, der hundert Jahr vor Christo ge-lebt haben soll, den Aristoteles recht beherzigt, oderAristoteles auf Kalidas gehörige Rücksicht genommenbabc. Im Ernst, m. Fr,, kalte ich eine solche Prü-fung nützlich: denn obgleich das Drama aller jetzi-

gen Völker in Ettropa, so gut als völlig ohne denAristoteles entstanden ist, mithin wir an ihnen un-abhängige Punkte der Vergleichung gnug haben: s»