2.,,, VI. Uedcr ei» morgenländisches Drama.
von Herrn Jones sowohl seine Geschicklichkeit, alsTreue und Sorgfalt, aus andern Uebcrsetzungen gnug-sam bekannt: sein Commentar über die morgenlan-dische Dichtkunst enthalt derselben mehrere aus ara-bischen und persischen Dichtern, bey denen es nochniemanden eingefallen ist, an seiner Redlichkeit zuzweifeln. Seine Uebersetzung vom Leben Nadir-Schachs liegt vor uns, und in den Schriften derBengalischen Gesellschaft hat er als Präsident der-selbe» für die Treue und Aechlhcit der mitgetheiltcnAlterthümer auf eine Art gesorgt, wie mir sonstkein Bevspiel bekannt ist. Sie dürfen, um sich hie-von zu überzeugen, nur seine kurzen Anmerkungenzu einer von Wilkins übersetzten Steinschrift, fei-ne Vorlesungen an die Gesellschaft, ja auch nur diefernere Vorrede zur Sakontala lesen. Unbefangengiebt er Anzeige, was er von dem Drama der In-dier weiß, nennt die besten Stücke, die ihm genanntsind, und spricht von den Schauspielen der Indiernicht anders, als er von ihren heiligen, juristi-schen, medicinischen, moralischen, philosophischenBüchern spricht, in seinem Amt, als Vorstehereiner Gesellschaft, die er in Bekanntmachung dieserSchatze zum Wetteifer mit andern 'Nationen anmun-tcrr. Jederzeit hat Herr JoneS seine eignen Nach-bildungen von dem, was er wörtlich übersetzte, treuunterschieden, wovon Sie in seinem Buch über diemorgenlandische Dichtkunst sowohl, als in seinen ei-genen Gedichten, den klaren Beweis finden können;nie hat er z. B. seine Hymnen.auf einige indischeGottheiten, oder andre Gedichte solcher Art für Ur-kunden der Völker ausgegebcn, aus denen er seinepolitischen Begriffe zog, welches denn auch seine Poesie