182 IV. Gedanken einiger Bramancn,
Treulosigkeit.
.Haltest du es für Witz, den vertrauenden Freund
zu betrügen?
Wer den andern im Schlaf mordete, ist er ein
Held?
Die Trennung.
Jedes Ding, indem es auf die Welt tritt,
Tragt in sich den Samen der Zerstörung.
Ist es Wunder, ist es zu bedauren,
Daß ein Leib, der Elemente Kunstbau,
Wicderkehrt in seine Elemente?
Kannst du nun mit deinem eignen KörperUnzertrennlich nicht zusammen wohnen;
Wie, daß du mit Freunden cs verlangtest?
Wie zwey Bretcr, schwimmend auf dem Weltmeer,Finden sich und trennen sich die Menschen.
Jede zarte Blume der BekanntschaftPflanzet schon der Trennung Dorn ins Herz dir.Ach! und Trennung von geliebten FreundenIst uns, wie des Todes dunkle Blindheit.
Für die Krankheit gibt es keinen Arzt mehr.
Die Verstorbenen.
Freund, du klagest um die, die keiner Klage bedürfen;Weder um Lebende klaget der Weise, noch um die
Gestorbnen.