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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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183
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IV. Gedanken einiger Bramanen. t83

Fand in dieser Umhüllung die Seele Jugend und

Alter,

Wird sie es einst auch finden in jeder andern Um-hüllung.

Kalt' und Hitze, Vergnügen und Schmerz sind Kör-per - Empfindung;

Alle das kommt und geht, und hat nicht bleibende

Dauer.

Trag' eS gedultig, o Bharats Sohn. Der Weise,

den nichts stört,

Dem Vergnügen und Schmerz Ein Ding ist, der

ist unsterblich;

Was die Gestalten formt, ist unvergänglich und ewig.

' Dreyfacher Zustand.

Was geboren ward, muß sterben;

Was da stirbt, wird neu geboren.

Mensch, du weißt nicht, was du wärest;Was du jetzt bist, lerne kennen;

Und erwarte, was du seyn wirst.

Bestimmung der Natur.

Was uns die Natur zu seyn vergönnt hat,

Mehr und minder kann der Mensch nicht werden,Auf des Berges Gipfel und im ThaleBleibt er, was er ist, und wird nicht größer.Schöpf' er aus dem Brunnen oder Weltmeer,Dort und hier erfüllt er nur sein Krüglein.