Hl. Spruch und Bild.
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Ich kann diese rhapsodische Abhandlung nichtschließen, ohne meine Gedanken, oder wenigstensmeinen Traum über den Werth vortrefflicherSprüche geäußert zu haben. Wie wirs auch ver-bergen mögen, wir müssen, wenn wir Menschenseyn wollen, nach Grundsätzen handeln. Auch derDöbel kann sich ihnen nicht entziehen, so. verderbtsie bcy ihm auch oft seyn mögen; ja wir findensolche eben Key der Gattung von Menschen, die nachbloßen Vorurtheilen handelt, am unverholensten undstärksten. Von Sancho-Pansa an kennen wireine Klasse Personen, deren ganze Weisheit einSchatz von Sprüchwörtern ist; und was sind Sprüch-ivörter anders, als kurze, kräftige, oft sehr sinnreicheVolkssprüche, die als Grundsätze der Denk- und Le-bensart, als unzweifelhafte Axiome des gesundenVerstandes und der Sittcnwcisheit gelten. Diese,wenn sie gut sind, verhöhnen zu wollen, finde ichungerecht und unmenschlich; vielmehr sollte man dasGold in ihnen von den Schlacken lautern, sie so-dann, wie man kann, zu Ehren bringen, und durchsie unmerklich die wahre Bildung des größestcn Theilseiner Nation fördern. Durch fremde, unverständliche,oder zu feine und gelehrte Grundsätze kann dies nichtgeschehen; eS geschieht aber dadurch, wenn man inReden ans Volk oder in Schriften, die zunächst fürdasselbe geschrieben würden, ihm die Lieblingsgedan-ken seiner Seele, die geheimen Freunde seines Her-zens und seiner Handlungsweise zu seiner Fortbildunggleichsam entwendet. In allen guten Volksschriften,