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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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164
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164 HI. Spruch und Bild,

als Deklamation, Gleichnisse als Schlüsse, Tauschals Handel. Ein tieferer Schlaf war die Ruheunserer Urahnen, und ihre Bewegung ein taumeln-der Tanz. Sieben Tage im Stillschweigen deSNachsinns oder Erstaunens saßen sie, und kha-ten ihren Mund auf zu geflügelten Sprü-c hen. "

Sinne und Leidenschaften reden und verstehen,.nichts als Bilder. In Bildern besteht der ganzeSchatz menschlicher Erkenntniß und Glückselig-keit."

Leidenschaft allein giebt Abstraktionen fo-wohl als Hypothesen Hände, Füße, Flügel; Bil-dern und Zeichen Geist, Leben und Zunge. Al-lenthalben in der menschlichen Gesellschaft zeigt sichdie Wirkung der Leidenschaften, wie alles, wasnoch so entfernt ist, ein Gemüth im Affeckt mit ei-ner besondern Richtung trifft; wie jede einzelneEmpfindung sich über den Umkreis aller äußernGegenstände verbreitet; wie wir die allgcmein-sten Fälle durch eine persönliche Anwendung unszuzueignen wissen, und jeden einheimischen Um-stand zum öffentlichen Schauspiele Himmels undder Erde ausbrüten. Kurz, die Vollkommenheitder Entwürfe, die Stärke ihrer Ausführung; dieEmpfängm'ß und Geburt neuer Ideen und neuerAusdrücke; die Arbeit und Ruhe des Weisen, seinTrost und sein Eckel daran, liegen im fruchtbarenSchooße der Leidenschaften vor unfern Sinnen ver-graben.."