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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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insonderheit bey den Morgenländern. 161

hundert Jahre nach ihm in lyrischen Gedichten denhöchsten Ruhm erhalten: so ist doch des Sad»

Ruhm und Werth in seiner Gattung dabey unge-krankt geblieben. Unweit Schiras liegt er begra-ben *), und er wird als ein Heiliger mit Rechtverehret. Auch in seinem Buch von der Liebe und

') Es wird nicht unangenehm seyn, die Beschreibungdieses Grabes aus einer der neuesten Reisen überPersien hier zu lesen: Eine englische Meile öst-lich vom Garren Dill Gu sc Haje sErweite-rung des Herzens) ist das Grad des berühmtenS adi. Es liegt am Fuße eines Berges, derSchiras gegen Nordost begranzt und ist ein gros-ses viereckiges Gebäude, an dessen oberem Endezwey Alkoven in der Mauer angebracht sind. Derzur rechten Hand ist das Grab des Dichters,noch ganz in dem Zustande, wie damals, da erbegraben ward, von Steinen gebauet, sechs Fußlang und drittehalb breit. An den Seiten der-selben sind verschiedene Sentenzen in den allenNeskhi-Buchstaben eingegraben, die sich auf denDichter und seine Werke beziehen. Sadi lebteungefähr vor fünf hundert und fünfzig Jahren,und seine Werke stehen wegen ihrer Moralitätund wegen der darin enthaltenen vortrefflichenLehren, bey allen orientalischen Rationen in gros-ser Achtung, lieber dem Grabe ist ein Deckel,von schwarzem, mir Gold gemahltem Holz, woraneine von den Oden des Dichters in den modernenNustalihk - Buchstaben steht: und wenn man die-ses Bret wegnimmt, so sieht man den leeren stei-nernen Sarg, worin er begraben ward. DiesenHerders W. z. sch, Lit. u> Kunst. IX. L