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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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III. Spruch und Bild,

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sind Sprüche gleichsam das ganze Resultat des be-obachtenden menschlichen Verstandes; nur muß manVerstand haben, ihren Verstand zu fassen, und Ge-fühl haben, die Schönheit ihres Ausdrucks zu fühlen.

Glaube doch niemand, daß an jedem Gegen-stände Jeder dasselbe sehe und wahrnehme; sonstwürde es keine verschiedene Meynungcn in der Weltgeben. Glaube niemand, daß jede verwickelte Auf-gabe im menschlichen Leben Jeder auf gleiche Weisesich auflöse oder vielleicht nur irgend aufzulösen, dieBesonnenheit und geläufige Uebung habe: denn wäredies, so würde cs keine Blödsinnige, keine Sklavender Gewohnheit, keine gedankenlose Nachsprccher ge-ben. Je mehr man die Menschen in ihrer Gcdan-^ ken- und Handlungsweise verfolget, desto mehr wirdman inne, wie wenige unter ihnen selbst denken,und wie schwer es auch diesen Wenigen werde, im-mer zu denken. Man rechnet so gern mit Ziffern;man bringt so gern den Traum einer Wahrnehmungunter die Formel einer al l gem e inen Le h re, einerentweder von uns oder von andern gemachten Beob-achtung, wodurch denn mit der leichtesten Mühe derrohen Materie gleichsam Gestalt und Form wird.Die hellfehendcn Geister, die solche Gestalten derBeobachtung erschufen und auch der Sprache inglücklichen Formen einpragten; sic waren, in welcherZeit und unter welchem Volk sie lebten, die Lock-manns, Sadi, Acfops, oder wenn man will,die Salomonen und Solo ns ihrer und der fol-genden Zeiten. Sie halten Perlen aus dem Grundedes Meers geholt; sie hatten aus einer rohen Massegeläuterte Goldmünzen gepraget, deren innerer Werth