146 II. Das Nosenthal.
Haschest du nach Begierden hienicden; 0 glaube, Ge-liebter ,
Rieden ist nicht der Ort, der die Begierde ver-gnügt.
Wer Gott liebet, der achtet die Welt nicht über
Verdienst hoch;
Denn er weiß eS, sie gibt keinen gesicherten Tritt.
Thue du, was dir gebührt. Vor Allem zähme die
Zunge;
Glaub' cs, auf Erden gibts keinen verderblichem
Feind.
Pflege der Wissenschaft; kein Pfad ist sichrer dem
Menschen
Als den lange der Fuß weiserer Menschen betrat.
Hebe die Hände zum Thron, den Alle betend um-ringen ,
Nichts ist dem reinen Gcmüth süßer, als Beten
zu Gott.
Meide den Schmerz, je Einen der Freunde gckrän-
ket zu haben,
Aber vor allen den Freund, welchem kein Anderer
gleicht.
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Sadi, du hast die Welt mit dem Schwert der Rede
gewonnen,
Danke; du thatst es nur zu des Unendlichen Ruhm.
Deiner Gesänge Ruf hat alle Länder erfüllet,
Schnell wie der Tygris strömt, mächtig und stür-zend wie Er.
Aber nicht Jeder, 0 Freund, erobert im Sturm, was
er wünschte;
Glück und Gedeihen, es wird selten in Kämpfen
erlangt.