II. Das Rosenthal.
Wie in der dunkeln Nacht die Morgenröthe. Sie
reichte
Freundlich dem Lechzenden süßen, erquickenden
Trank.
War er mit Rosen gemischt, wie? oder trof von den
Wangen
Ihr die Rose, die mir jede Erinnerung nahm
Meiner vergangenen Leiden? Ö, sprach ich, seliges
Auge,
Das solch eine Gestalt jeglichen Morgen erblickt.
Warst du von Weine berauscht, du wirst nach Stun-den erwachen;
Trunken von diesem Trank schlummerst du ewi-gen Schlaf.
Der Abschied.
Bitter und süß ist der Abschiedskuß an der Lippe
des Freundes,
Süß mit der Gegenwart, bitter mit Trennung
gemischt.
Also röthet der Apfel sich hier am Strahle der Sonne;
Weggewendet von ihr, blasset und trauret er dort.
Mitten im letzten Kusse den Athem sanft zu ver-hauchen ,
Wäre der Liebenden Wunsch, wäre der Schei-denden Trost.
Das Unersetzliche.
An nichts Geliebtes mußt du dein GcmüthAlso verpfände» , daß dich sein VerlustUntröstbar machte.