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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
Entstehung
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140
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II. Das Rosenthal.

Die laute Klage.

Tutteltaube, du klagest so laut und raubest dem

Armen

Seinen einzigen Trost, süßen vergessenden Schlaf.

Turteltaub', ich jammre wie du, und berge den

Jammer

Ins verwundete Herz, in die verschlossene Brust.

Ach die hartvkrtheilende Liebe! Sie gab dir die

laute

Jammerklage zum Trost, mir den verstummen-den Gram.

Die Blume des Paradieses.

Bringst du den lieblichen Hauch von meiner Gelieb-ten , o Zephyr?

Mir ein süßes Geschenk; sage, wer gab es dir?

' Sprich!

Hüte dich, Räuber, cntwend' ihr nichts. Was hast

du mit ihrem

Aufgcloscten Haar, was mit der Locke deinSpiel?

Schöne Rose, was bist du zu ihr? Du blühest in

Dornen,

Sie ist der Freuden Kelch, ferne von Dornenund Weh.

Duftende Knospe, was bist du zu ihrer Lippe? Du

welkest

Morgen; cs blüht ihr Kuß ewig in rosigemThau.