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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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I. Blatter der Vorzeit.

Das heiligeFeuek.

Als Jeremias die Verwüstung des Tempels be-traurete, waren alle dienstbaren Engel des Heilig-thums um ihn und halfen ihm traurcn. Auch Da-vids und Salomo's Seelen stärkten ihn und gabenihm die süßen Gesänge, Mit welchen er die Verwü-stung ihres Werkes und ihres Volkes beweinte.Die Herrlichkeit Gottes, rief er, ist von hinnengegangen; der Herr ist hingcwichen an seinenOrt."

Willst du nicht, sprach der Engel dcS Feuers,die Flamme des Heiligthums bewahren; vielleicht,daß sich Jehovah erbarme und kehre wieder zurückzum Thron seines Hauses."

Und Jeremias nahm sieben Priester zu sich undverbarg das heilige Feuer in eine tiefe Grube, dar-innen kein Wasser war.

Nach wenigen Tagen kam er hinzu und suchtedasselbe; ec fand aber kein Feuer, sondern ein dik-kes Wasser, und traurete sehr. Und der Engel deShimmlischen Lichtes stand vor ihm und sprach: war-um traurest du, Mühseliger? Nie wird das Feuerdes Herrn wicderkchren an diesen .Ort. Aber ausdem Schlamm dieses Wassers werden lebendigeStröme entspringen, die die ganze Erde befruchten.Es kommt die Zeit, da man nicht mehr wird zumBerge des Herrn gehen, noch zu dem Ort seiner ir-dischen Wohnung, denn sein ist die Welt. Aller