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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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Dichtungen aus der Morgenland. Sage. 67

verschwand, so daß er noch unruhiger war, als ervorher gewesen.

Er wünschte die anschauenden Engel zu sehen,und der prophetische Schlaf umfing ihn zum drit-tcnmale. Die Seraphim standen da, zunächst demflammenden Throne; aber ihre Angesichte warm ver-deckt, verdeckt ihre Füsse und ihr Gesang war ihmunvernchmlich; bis Einer derselben zu ihm trat undihn mitleidig anredete:Und du Sterblicher wagestes, anschauen zu wollen, was wir nicht anzuschaucnvermögen? Genüge dich an dem Gesicht, das dirdie Träger des Thrones gaben: denn auch du bistmitten unter ihnen." Er sprachs und der Träumendeerwachte.

Eben flog eine Mücke vor seiner Lampe daher;sie wagte sich in die Flamme und sank mit versenk-ten Gliedern nieder.War ich nicht thöricht, spracher zu sich selbst, daß mich ein Engel belehren muß-te, wovon mich diese verbrannte Mücke belehret?" Er entsagte fortan den Betrachtungen der Sera-phim , und ward das, wozu der Mensch hieniedenerschaffen ist, ein arbeitendes Lebendiges unter demThrone.