Z4 I. Blatter der Vorzeit.
sind der Segen Gottes! die Heere Gottes gegen desHungers Noth."
„Wir segnen euch von oben," sprach der Mond :„wir segnen euch," antworteten die Sterne. DieHeuschreck' girrete und sprach: „er segnete auch michmit einem Tröpfchen Thau."
„Und tränkte meinen Durst," antwortete dieHündin. „Er erquickte mich," sprach das aufsprin-gende Reh.
„Und gibt uns unsre Speise," traumete dasWild; „und kleidet unsre Lämmer," blökete dieHeerde.
„Er erhörte mich, so krächzete der Nabe, alsich verlassen war." „Er erhörte mich, antwortetedie Gemse, da meine Zeit kam und ich ausriß undgebar."
Die Turteltaube girrte und die Schwalbe, undalle Vögel sprachen schlummernd lnach: „wir habenunsre Nester fundcn, unsre Häuser; wir wohnenauf Gottes Altar. Und schlafen unter dem Schat-ten seiner Flügel, in stiller Ruh."
„In stiller Ruh," antwortete die Nacht, undhielt den langen Ton; da krähte der Erwcckcr derMorgenröthe: „Thut auf die Pforten, die Thoreder Welt; es zeucht der König der Ehren heran. Er-wacht ibr Menschen und preiset Gott; der König derEhren ist da."
Auf ging die Sonne, und David erwachte ausseinem Psalmreichen Traume; so lang' er lcbeke,blieben in seiner Seele die Töne dieser harmonischenSchöpfung, und er rief sie täglich aus semer Harfehervor.