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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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Dichtungen aus der morgcnländ. Sage. 41 -

Beruhigt blieb der schönen Rahel Geist fortanim Paradiese. Zwar fragte sie die Neuankommen-den um ihr vollendetes Geschick auf Erden; dochnimmer kehrte sie zu ihrem Grabe wieder, auf demdas Acchzcn ihres mütterlichen Herzens nun längstverhallet ist. Das Grabmal schweigt und Nahelfreuet sich mit ihren Kindern der ewigen Ruhe.

Joseph und Zulika.

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Als Potiphars Weib, die schönste Zulika, denJoseph ergriff und alle^scine Sinnen reizte: siehe dastand dem Geiste des Jünglings die ehrwürdige Ge-stalt seines Vaters vor Augen.

Die Namen deiner Brüder, sprach Jakob,werden auf zwölf Steinen des Brustbildes glanzenund in die Wohnung des Allcrhciligstcn zum Ge-dächtniß eingchen vor Jehovah. Du solltest auch mitihnen geschrieben werden; willst du, daß dein Namevertilget sey und du ein Hirte der Ehebrecherin heis-sest ?"

Alsobald kam Joseph zu sich und wand sich los.Sein Herz blieb fest in seiner Kraft; seine .Hand'und Arme starketen sich. Die goldenen Traume sei-ner Kindheit traten ihm vor Augen.

Und statt Eines kamen nachher Zwey Namenseines Geschlechts auf die glanzenden Steine ins An-