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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
Entstehung
Seite
18
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I. Blätter der Vorzeit.

Lüste mit seinen Reben, die Glut der Sonne durch-drang ihre harten grünenden Körner, bereitend inihnen den süßen Saft, den Trank für Götter undMenschen. Mit reichen Traube» geschmückt neigetebald der Weinstock sich zu seinem Herren nieder unddieser kostete seinen erquickenden Saft, und nannteihn seinen Freund. Die stolzen Baume beneidetenjetzt die schwanke Ranke: denn viele von ihnenstanden schon entfruchtet da ; er aber freuete sich sei-ner schlanken Gestalt und seiner harrenden Hoffnung.

Darum erfreut sein Saft noch jetzt des Men-schen Herz und hebt empor den niedergesunkenenMulh und erquicket den Betrübten.

Verzage nicht, Verlassener, und harre duldendaus, Zm unansehnlichen Rohre quillt der süßesteSaft; die schwache Rebe gebiert Vcgeistrung undEntzückung.

Die Bäume des Paradieses.

Al- Gott den Menschen in sein Paradies ein-führcte, da neigetcN sich vor ihm des ParadiesesBaume; jeder bot mit wehendem Wipfel dem Lieb-linge Gottes seine Früchte dar, und seiner ZweigeSchatten zur Erquickung.O daß er mich erwählte,sprach der Palmbaum, ich wollte ihn speisen mit den