Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
49
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Abend da und fragt nicht nach meinem Kind, und heut Hai erihm nicht für ein Kreuzers Werth mitbracht. Eh ich so einenuchm', bleib ich lieber allein."

Spiffgäbele bemühte sich mit allen möglichen Einreden, aberdie Bäuerin blieb dabei' „Er kann brav sein, ich Hab nichts ge-gen ihn, aber wir paffen nicht zu einander."

Zweimal muffte Spiffgäbele seine Worte wiederholen als erbei Alban eintrctcnd ihm sagte, er möchte mit fort gehen, dieSache sei aus.

Wie taumelnd ging Alban davon, er hörte im Hofe Knechteund Mägde lachen, das konnte nur ihm gelten. Die Lerchen ansdem Wege sangen im gleichen Jubel, aber Alban hörte sic nicht,sein Athem ging rasch, er ballte die Fäuste und erhob kaum denBlick, er schämte sich vor seinem Begleiter, der die Absagcworteder Bäuerin wiederholte und dann gegen seine Gewohnheit schweig-sam neben ihm ging.

Ohne nochmals in die Wirthsstube einzntretcn, spannte Al-ban an, aber er mußte innerlich fluchend mit dem Leitseile in derHand lange auf Spiffgäbele warten. Man war nüchtern nachdem Eichhofe gegangen, man wollte bei der Braut sich gütlichtbun i Spiffgäbele brachte sein verspätetes Frühstück auf fremdeKosten sattsam ein. Mitten im Zorn und Ingrimm spürte auchAlban einen Hunger, das; er meinte, er fresse ihm das Herz ab,aber in solchen Momenten tritt leicht zu dem vorhandenen Schmerzenoch eine Selbstquälereil Alban freute sich fast an dem körperli-chen Ermatten, das er fühlte, seine Wangen glühten und er träp-pclte hin und her wie die Fuchsen, die muthig scharrten. End-lich kam Spiffgäbele noch schmatzend, und wie aus dem Rohregeschossen flog der Wagen davon. Aban fuhr nicht, wie er sichAnfangs vorgcnommcn, übcrSicbenhöfcn, um nach seinem Vru-dcrskinde zu schauen, ja er war diesem fast böse, denn es warSchuld an seiner Schande: er fuhr geradewegs wieder heimwärts.Im nächsten Dorfe kehrte er ein und der Wein schien ihm sehrzu muuden, ja er wurde ganz lustig, und jetzt offenbarte sich eineeigcnthümlichc Folge seiner Abweisung. Vor Allem war er voll

Uucrbach's Di-'rfg. 4. Bb. ck