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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

mehrten Ausgabe seiner Kunstgeschichte beschäftigt,als der grausamste niederträchtigste Ted ihn ermor-dete, dessen Umstande traurig gnug bekannt sind.

Niederträchtig wäre es, wie die Gesinnung desMörders selbst, wenn wir Deutsche dem großen un-sterblichen Verdienst unsres Landsmannes durch klcin-sügigcn kritischen Schnickschnack cntgcgcnrcdcn undihm deswegen Lob absprechen wollten, weil er, zwarungeheuer viel, aber nicht Alles geleistet. Werkonnte dies und zwar damals, dem Zustande nach,in dem Winkelmann die Kunstgeschichte fand? Werkann es noch jetzt, da seitdem so Vieles untersuchtund hinzugefügt worden? Und Winkclmann nachsolchen Schicksalen früherer Jahre, in seinerSituation zu Rom, wo in Studien dieser Art Al-les ungeheuer zerstreut liegt. Dcmüthig sollten wir,akademische und unakadenusche Müssiggangcr, seinemGenius für jede übernommene Mühe auch einer ver-fehlten Muthmaßung, auch eines unrichtig ungezo-genen Datums der Kunstgeschichte, danken. DerHauptzweck der Geschichte ist nicht verfehlet. Einprächtiger Tempel, im edelsten und unstreitig - richti-gem Geschmack angelegt, steht da; wundersam, daßunter solchen Umständen Eine Hand ibn entwerfenund vollführen können, auch in seinen Fehlern undMängeln höchst lehrreich. Daß ihn die Franzosen

druckt, so daß man die erste Ausgabe der Kunst-geschichte fast lieber als die zweite liefet. DemSinn und Auge stehet alles harmonisch va.-