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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze. 36^

zuerst und lange verunglimpfen mochten*), war inder Tagesordnung; wie bald hat aber der Geist desUnsterblichen über alle seine Neider und Macklectriumphiret. Was seitdem Heyne, Fea, Dis-konti u. a. zur Geschichte der Kunst hinzugefügthaben, reihet sich seinem Werk an; und der Geschmackim Vortrage desselben, einfach, deutlich, großherzigerhaben, ist Muster. Die Mornainsnti anticlri,gelehrt und lehrreich, wie sie sind, stehen der Kunstdes Altcrthums nach; sie sind für Jtaliancr geschrie-ben ; in seine deutsche Schreibart webte sich vielmehrWinkelmanns Seele.

Der Freund, den Winkelmann in Rom sicherwarb, Raphael Mcngs, geht mit ihm zurUnsterblichkeit über. Wenn Mcngs Werke, seinAlcarblatt in Dresden**), seine Gemahlde in Romund Spanien dahin seyn werden, und die trefflicheSammlung seiner Gipse seinen Namen auch nichtmehr erhalt, wird aus Winkelmanns und seinen eig-nen Schriften sein Genius sich erheben, und sagen:D e r war ich ! De r wollte ich werden! " Seinekleine Schrift, in deutscher Sprache ungeübt geschrie-ben, enthalt vortreffliche Ideen, deren Manche einesBuches wcrth ist. Seine Oxore hat bekanntlich der

*) Falconet, Diderot: und doch lieferte dasdamals erscheinende sournal errangen gute Aus.züge aus Winkelmann, und trug zur Verbreitungseiner Grundsätze viel bei.

"s Dessen Beschreibung von Casanova, s. kn derReuen Bibliothek der sch. Wissensch. B. 3.