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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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wenig ist die Gruppe! wie fern und zerstreuet liegendie Ihrigen um sie her! und die Jüngste in ihrenSäwos geflohen, beugt sich und verbirgt sich, damiteben durch sie nur die Mutter allein und erha-ben als Mutter solcher Kinder erschiene.

Zwei brüderliche Freunde, die sich in der ein-fachsten Stellung aus einander lehnen; ein Paar,das sich in der einfachsten Stellung mit einem Kußvcrschwistect, sind so wenig, Gruppe zu nennen, alsLeda und der Schwan, Jupiter und sein Adler.Der Künstler fühlte das ewige Gesetz, das Wesenseiner Kunst, die nur Eins gibt, und indemEinen Alles! die, je mehr sie zcrstücket, theilt,gruppirt, häufet, um so armer wird und zuletzt ei-ne Taube nöthig hat, die über der ganzen Gruppeschwebe und mit einem Steinzcttcl im Schnabel sa-ge: was der Steinwald bedeute? denn wederdem sehenden Blick noch der tastendenHand bedeutet jede einzelne Statue nunEtwa s,

Tretet einmal her an diese noble Gruppe; Ar-ria und P atus, nebst Kammerfrauen undBedienten. Wo sollt ihr stehen? welcher Per-son im Rücken? denn die Gruppe steht frei von al-len Seiten mit m a h lcr i sc h e m Anstande. Undwenn ihr gar euer Gefühl zu Hülfe nehmen wolltet,wo aufangen? wo aufhoren? und wo ist nun derGeist? des Bildes eine ganze Seele? Alleim Schmerz, alle in Heldcnmuth, alle das zärtlicheWortlein nothig habend, der Arria aus dem Mund? l