II. Antiquarische Aufsätze.
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goric sic umflattern sollte. Was Hand und Geistan ihnen erfasset, ist Allegorie gnuq, d. i. Sinnund Geist eines gegenwärtigen himmlischen We-sens. Sic waren auf bestimmte Tradition und Kin-desgcschichte gcbauet; die zu bestimmen, wosie wankte , sic auf Einem Punkt Persönlichen Da-seins fest; u h a lt cn, war des Künstlers Werk;nicht sie mit Allegorie zu behängen und in Luft zuverduften.
Statt dessen trete man an eine in Stein ge-hauene Tugend, die Dame Gerechtigkeitetwa oder die Jungfrau Frömmigkeit, Lieben. dgl. was hat man an ihnen? Nichts! Eine inStein gehauene Seifenblase. Was ich bei ihrenAttributen denken soll, weiß ich etwa; aber bei ib-nen selbst? daß sie liebe gute Damen sind, die einWort, eine abstrakte Rcdart hervorbrachte, und diemeistens deren auch wcrth sind. Wollen sie dasHöchste ausdrücken, was sie bedeuten, (und dassollen sie doch!) so werden sie unleidlich: denn dieangestrengteste Gerechtigkeit, die allcrzerflossenstc An-dacht, die weichste Barmherzigkeit, die lachendsteLiebe kann weder Mensch noch Stein tragen. Undewig ertragen? in dem unnatürlichen, krallen oderaufgelösten Zustande steht sic immer da, und nichtskann ihr helfen? Hinweg, Grimmasse von Stein,und verwandle dich zu dem, was du einst wärest,ein Wort, eine Sylbe!
Nun aber schwang sich auch meistens der Künst-ler nicht so hoch: er wollte seinen Block nicht an-strcngen, den höchsten Ton aller Gerech-ten d. i. die Gerechtigkeit, den Inbegriff al-