3^» II. Antiquarische Aufsätze.
den Kriechen warens treffende, natürliä)« Gedanken;nur nicht ans A bstrakten , nicht aus gedich-teter 'Allegorie, sondern aus Umstandender Geschichte. Der Charakter des Gottes undHelden (Allegorie genug) war dem Künstler gege-ben: denn drückte er aus, das übrige war ihmUnterstützung und Aufklärung desselben, oder hi-storische, Local- und T em p c l d c u tung.
,,So war denn den Griechen die Allegorie zu-„wider c" Nichts minder, sie war nur nicht über-all ihr Hauptwerk. Der Grieche füblt cs zugut, das, um Allegorische Personen tanzen zu las-sen, man kein Theater bauen, kein Epos dichtenund keinen Marmorfels aushöhlcn dürfe. Er fühltees zu gut, daß, wenn eine Allegorie schön und liebseyn soll, müßte sic klein, simpel, schmal umründetwerden, ein Edelstein im Ringe — kurz nicht denKolossuS, sondern die Gemme, die Münze, dieUrne, das Basrelief widmete man ihr, undda war sie an Stelle.
Gibt mir die Göttin Tyche (denn es ist bil-lig, daß ich über die Allegorie auch allegorische) gibtsie mir Muße und Lust und Liebe, die mehr alsMuße ist, meine Flicke hingeworfncr Gedanken überdie Anagly pHik zu sammeln ; ich freue mich,wenn ich an die Stunden denke, die mir die sim-pelst« Gruppe der Welk, die Griechische Alle-gorie, einst verleib. Da werden wir Gricchcngeistin der niedlichsten Bildersprache entdecken; hier, be-fürchte ich, ists zu früh. Ein Jupiter, Herkulesund Apollo, ein Laokoon und Alexander sind zugroße oder zu bestimmte Wesen als daß Alle-